Airalo und über 50 eSIM-Shops sind in der Türkei gesperrt – was jetzt noch funktioniert (2026)

LSDas LimitSim-TeamZuletzt aktualisiert:

Seit etwa dem 10. Juli 2025 sperrt die türkische Telekom-Aufsicht BTK die Websites und Apps von Airalo, Holafly, Saily und mehr als 50 weiteren ausländischen eSIM-Shops in türkischen Netzen – und die Sperre gilt auch 2026 noch. Das Wichtigste zuerst: Eine bereits auf Ihrem Handy installierte eSIM funktioniert normal weiter. Was nicht mehr geht: aus der Türkei heraus bei einem gesperrten Shop kaufen, installieren oder nachbuchen. LimitSim steht auf keiner Sperrliste und ist Stand Juli 2026 aus der Türkei ohne VPN erreichbar.

Welche eSIM-Shops sind in der Türkei gerade gesperrt?

AnbieterAus der Türkei erreichbar
LimitSimunser ShopErreichbar
AiraloGesperrt
HolaflyGesperrt
SailyGesperrt
NomadGesperrt
YesimGesperrt
UbigiGesperrt
MobiMatterGesperrt
aloSIMGesperrt
InstabridgeGesperrt
BNESIMGesperrt
FlexiroamGesperrt
AirhubGesperrt
GigSkyGesperrt
RedteaGOGesperrt
JetpacGesperrt
Maya MobileGesperrt
RoamlessGesperrt
GlobaleSIMGesperrt
KeepgoGesperrt
BetterRoamingGesperrt
Sim LocalGesperrt
SimOptionsGesperrt
OneSimCardGesperrt
KnowRoamingGesperrt
WorldSIMGesperrt
eSIM GoGesperrt
DENTGesperrt

Die Angaben stützen sich auf die BTK-Entscheidung, die eigenen Mitteilungen der Anbieter und Tests aus türkischen Netzen. Monatliche Überprüfung.

Was passiert ist: die BTK-Sperre, verständlich erklärt

Um den 10. Juli 2025 begann die BTK – Bilgi Teknolojileri ve İletişim Kurumu, die türkische Telekom-Aufsicht – den Zugriff aus türkischen Netzen auf die Websites und Apps von mehr als 50 ausländischen Reise-eSIM-Anbietern zu sperren. Wen es genau trifft, zeigt die Tabelle oben: Die Liste reicht von Airalo, Holafly und Saily bis zu Nomad, Yesim und Ubigi. Stand Mitte 2026 gilt die Sperre unverändert.

Die Begründung, ohne Behördendeutsch: Die Türkei erwartet von Unternehmen, die eSIMs für die Nutzung im Land verkaufen, dass sie über türkische Mobilfunkanbieter bereitstellen, Nutzerdaten in der Türkei speichern und nicht im Modell des „permanenten Roamings“ arbeiten. Ausländische Anbieter ohne türkische Lokalisierung gelten als nicht genehmigte Telekomdienste – und ihre Seiten werden gesperrt.

Das ist kein Gerücht, das man erst prüfen müsste: Holafly hat die Sperre in einer eigenen Mitteilung bestätigt, und Saily hat in einem eigenen Blogbeitrag dasselbe geschrieben – Website und App sind aus der Türkei nicht erreichbar.

Ist die eSIM auf Ihrem Handy jetzt tot? Nein

Diese Nuance geht in aufgeregten Foren-Threads meist unter. Die Sperre zielt auf die Verkaufsplattformen der Anbieter – Websites und Apps –, nicht auf die eSIMs selbst. Eine eSIM, die Sie vor der Anreise installiert haben, bucht sich ganz normal in die türkischen Netze ein und läuft über die volle Gültigkeit. Das Datenroaming selbst war nie gesperrt.

Der technische Hintergrund: Umgesetzt wird die Sperre von den türkischen Providern. Turk Telekom, Turkcell und Vodafone TR filtern die Domains der Anbieter auf DNS/SNI-Ebene. Der Datenverkehr Ihrer eSIM läuft nicht durch diesen Filter und bleibt deshalb unberührt. Ist Ihr Paket aktiv und hat noch Volumen, gibt es schlicht nichts zu reparieren.

Was aus der Türkei heraus nicht mehr geht

Sobald Sie in türkischem WLAN oder Mobilfunk sind, funktionieren drei Dinge nicht mehr: Sie können bei einem gesperrten Shop keine neue eSIM kaufen – die Seite oder App lädt einfach nicht. Sie können keine Installation abschließen, wenn dafür die App des Anbieters nötig ist. Und Sie können nicht nachbuchen, wenn das Datenvolumen mitten im Urlaub zur Neige geht – genau in diesem Moment entdecken die meisten die Sperre überhaupt erst. Wer zwei Wochen Antalya oder Alanya gebucht hat und das Paket schon in der ersten Woche verbraucht, steht dann ohne Nachschub da.

Ein VPN umgeht all das – die Sperre ist ein Netzfilter, mehr nicht. Betrachten Sie es aber als Notlösung, nicht als Plan: Das VPN muss installiert sein und laufen, bevor Sie es brauchen, und die Websites der VPN-Dienste selbst werden in der Türkei zeitweise gedrosselt. Machbar, aber nicht verlässlich.

Schon in der Türkei und offline? Ihre echten Optionen

Option 1: VPN plus Ihr bisheriger Anbieter. Läuft bei Ihnen bereits ein VPN, erreichen Sie die Seite Ihres Anbieters und buchen wie gewohnt nach. Für technisch Geduldige in Ordnung; im Hotel-WLAN zäh, wenn schon die VPN-Seite kaum lädt.

Option 2: der Schalter am Flughafen oder im Shop eines türkischen Anbieters. Türkische Mobilfunker verkaufen Touristenpakete vor Ort. Das funktioniert, aber die Touristenpreise haben es in sich – Pakete kosten üblicherweise über 1.900 Lira – und die Schlange am Flughafen kostet eine Stunde Urlaub.

Option 3: bei einem Shop kaufen, der aus der Türkei erreichbar ist. Volle Transparenz: LimitSim ist unser eigener Shop. Er steht auf keiner veröffentlichten Sperrliste und lädt Stand Juli 2026 aus türkischen Netzen ohne VPN. Pakete gibt es ab 0,50 €, der QR-Code kommt innerhalb von Minuten per E-Mail – das Hotel-WLAN reicht also, um wieder online zu gehen. Und damit klar ist, wann wir die richtige Wahl sind: Wenn Sie bereits in der Türkei sind und die Seite Ihres Anbieters nicht lädt, ist ein erreichbarer Shop die schnellste Lösung. Funktioniert Ihre aktuelle eSIM noch und hat Volumen übrig, nutzen Sie sie einfach weiter – da ist nichts zu tun.

Nächste Reise: vor dem Abflug kaufen und installieren

Das ganze Problem verschwindet, wenn Sie die eSIM vor der Abreise erledigen. Jeder Anbieter – auch jeder gesperrte – funktioniert in der Türkei normal, solange Sie noch im heimischen Netz kaufen und installieren. Zu Hause installieren, nach der Landung die Leitung aktivieren, fertig.

Wie früh Sie kaufen können, entscheidet ein Detail: wann die Gültigkeit beginnt. Bei manchen Paketen läuft die Uhr ab dem Kauf – wer eine Woche vorher kauft, verschenkt eine Woche Paket. Pakete, deren Gültigkeit erst mit der Aktivierung beginnt – also mit der ersten Einwahl der eSIM ins Netz –, können Sie Tage oder Wochen im Voraus kaufen, ohne einen einzigen Tag zu verlieren. Prüfen Sie diese Zeile in der Produktbeschreibung vor dem Bezahlen; sie ist wichtiger als ein Euro Preisunterschied.

Häufige Fragen

Ist Airalo in der Türkei gesperrt?
Ja. Website und App von Airalo sind seit etwa dem 10. Juli 2025 per BTK-Entscheidung in türkischen Netzen gesperrt, und die Sperre gilt auch 2026 noch. Eine bereits installierte Airalo-eSIM läuft normal weiter; was aus der Türkei heraus ohne VPN nicht geht, ist neu kaufen oder nachbuchen.
Hört meine installierte eSIM in der Türkei auf zu funktionieren?
Nein. Die Sperre trifft die Websites und Apps der Anbieter; Turk Telekom, Turkcell und Vodafone TR filtern deren Domains auf DNS/SNI-Ebene – das Datenroaming selbst wurde nie angerührt. Eine vor der Anreise installierte eSIM bucht sich in türkische Netze ein und läuft über die volle Gültigkeit. Ist Ihr Paket aktiv, ändert sich für Sie nichts.
Kann ich per VPN in der Türkei eine gesperrte eSIM kaufen oder nachbuchen?
Meistens ja – die Sperre ist ein Netzfilter, und ein VPN führt daran vorbei. Zwei Einschränkungen: Das VPN muss installiert sein und laufen, bevor Ihr Datenvolumen ausgeht, und die Websites der VPN-Dienste werden in der Türkei zeitweise gedrosselt. Ein Ausweg für den Notfall, keine Grundlage für die Urlaubsplanung.
Warum hat die Türkei Airalo, Holafly, Saily und die anderen gesperrt?
Die BTK erwartet von eSIM-Anbietern im türkischen Markt, dass sie über türkische Mobilfunkanbieter bereitstellen, Nutzerdaten im Land speichern und auf permanentes Roaming verzichten. Ausländische Anbieter ohne Lokalisierung gelten als nicht genehmigte Telekomdienste, deshalb wird der Zugriff auf Provider-Ebene gekappt. Holafly und Saily haben die Sperre in eigenen Mitteilungen bestätigt.
Bei welchem eSIM-Shop kann ich aus der Türkei noch kaufen?
Volle Transparenz: LimitSim ist unser eigener Shop. Er steht auf keiner veröffentlichten Sperrliste und war Stand Juli 2026 aus türkischen Netzen ohne VPN erreichbar – Pakete ab 0,50 €, QR-Code in Minuten per E-Mail. Die Alternative, die immer geht: das Touristenpaket eines türkischen Anbieters am Flughafen, für über 1.900 Lira plus Warteschlange.