Warum bekommen Touristen in Peru kaum noch eine lokale SIM-Karte?

LSDas LimitSim-Team

Wenn du vorhast, dir nach der Ankunft in Lima einfach im Laden eine günstige lokale SIM-Karte zu holen, solltest du umplanen. Seit November 2025 gelten neue Regeln, und die meisten Touristen bekommen bei peruanischen Anbietern schlicht keine SIM-Karte mehr.

In diesem Guide erklären wir, was sich geändert hat, welche Dokumente verlangt werden und welche Alternativen Touristen bleiben.

Zuletzt aktualisiert: 22. Juli 2026

Was hat sich bei den SIM-Karten-Regeln in Peru geändert?

Mit den Beschlüssen, die OSIPTEL im November 2025 verabschiedet hat, wurde der Verkauf von Mobilfunkanschlüssen an Ausländer stark eingeschränkt. Spätere Änderungen haben die Regeln noch weiter verschärft.

Aktuell gilt:

  • Ein neuer Anschluss kann nur persönlich in einem offiziellen Kundencenter des Anbieters (CAC) gekauft werden.
  • Onlineverkauf, telefonische Bestellung und Straßenverkauf sind verboten.
  • Die Identität wird per Fingerabdruck mit der Datenbank der peruanischen Migrationsbehörde abgeglichen.
  • Kann der Fingerabdruck nicht bestätigt werden, findet kein Verkauf statt.
  • Pro Person ist nur 1 neuer Anschluss pro Monat erlaubt.
  • Seit dem 14. Februar 2026 dürfen außerdem maximal 7 Mobilfunkanschlüsse auf eine Person registriert sein.

Zwischen Dezember 2025 und Januar 2026 war der SIM-Verkauf an Ausländer vorübergehend komplett ausgesetzt. Seit dem 9. Januar 2026 läuft das System wieder – und ist aktuell weiterhin in Kraft.

Warum bekommen Touristen mit Reisepass keine lokale SIM?

Auf dem Papier heißt es zwar, der Verkauf an Ausländer sei möglich – in der Praxis besitzen Touristen die akzeptierten Dokumente aber nicht.

Laut der offiziellen Liste von Claro werden folgende Dokumente akzeptiert:

  • Carné de Extranjería
  • CPP (Carné de Permiso Temporal de Permanencia)
  • CIRE

Ein normaler ausländischer Reisepass steht nicht auf dieser Liste.

Diese Dokumente erhalten nur Ausländer, die in Peru leben oder einen langfristigen Aufenthaltsstatus haben. Kurzzeitreisende haben sie nicht – und können deshalb in den Shops der Anbieter keine SIM-Karte kaufen.

Vom Kauf an Straßenkiosken oder bei inoffiziellen Verkäufern raten wir ebenfalls ab. Solche Anschlüsse sind oft auf eine fremde Person registriert und können jederzeit deaktiviert werden.

Touristen-SIM am Flughafen Lima

Eine der offiziellen Optionen, die mit dem Reisepass funktioniert, sind die Touristenpakete am Flughafen Lima.

Sie kosten etwa 32 US-Dollar (rund 110 peruanische Soles) und enthalten meist 15–20 GB Datenvolumen.

Die Variante funktioniert, hat aber Haken:

  • Der Preis ist hoch.
  • Am Flughafen musst du unter Umständen anstehen.
  • Für kurze Reisen lohnt sie sich kaum.

Die Travel-eSIM: die bequemste Alternative für Peru

Die peruanischen Registrierungsregeln gelten nur für SIM-Karten der lokalen Anbieter.

Eine Travel-eSIM läuft dagegen über internationales Roaming und fällt daher nicht unter diese Vorgaben.

Konkret heißt das:

  • kein Fingerabdruck nötig;
  • kein Aufenthaltsdokument nötig;
  • kein Besuch im Kundencenter;
  • die eSIM lässt sich schon vor der Reise zu Hause einrichten;
  • direkt nach der Ankunft in Peru bist du online.

Auch preislich kann die Travel-eSIM die günstigere Wahl sein.

Bei LimitSim gibt es zum Beispiel 14 verschiedene Datenpakete für Peru, mit Preisen ab €0.50. Verglichen mit den Touristenpaketen am Flughafen ist das deutlich flexibler und günstiger.

Einzige Voraussetzung: Dein Handy muss eSIM unterstützen und darf keinen SIM-Lock haben.

Wie gut ist das Internet rund um Machu Picchu und Cusco?

Egal für welchen Anbieter du dich entscheidest: In manchen Regionen ist mobiles Internet grundsätzlich eingeschränkt.

So sieht die Abdeckung im Überblick aus:

  • Cusco — stabiles 4G vorhanden.
  • Ollantaytambo — der letzte Punkt mit stabilem Signal vor dem Camino Inca.
  • Camino Inca — entlang der Route gibt es so gut wie kein Mobilfunknetz.
  • Machu Picchu — in der Zitadelle ist das Internet sehr schwach und an den meisten Stellen nicht nutzbar.
  • Aguas Calientes — stabiles 4G, in den Hotels WLAN.

Lade dir deshalb vor der Reise am besten Folgendes aufs Handy:

  • Offline-Karten;
  • deine Machu-Picchu-Tickets;
  • Hotelreservierungen;
  • weitere wichtige Dokumente.

Checkliste vor deiner Peru-Reise

Prüfe vor der Abreise am besten Folgendes:

  • Unterstützt dein Handy eSIM?
  • Ist das Handy frei von einem SIM-Lock?
  • Richte die eSIM zu Hause über stabiles WLAN ein.
  • Lade Offline-Karten und alle Tickets vorab herunter.
  • Falls du eine lokale SIM kaufen willst: Denk daran, dass das realistisch nur für Ausländer mit Aufenthaltsstatus eine Option ist.
  • Prüfe kurz vor der Reise, ob sich an den Regeln etwas geändert hat.

Fazit

Seit 2026 ist es für Touristen in Peru praktisch nicht möglich, eine lokale SIM-Karte zu kaufen. Weil die neuen Regeln Aufenthaltsdokumente und eine Identifikation per Fingerabdruck verlangen, gehen die meisten Kurzzeitreisenden bei den Anbietern leer aus.

Wenn du einfach nur Internet brauchst, ist eine Travel-eSIM derzeit die bequemste Option – ganz ohne Bürokratie. Unterstützt dein Handy eSIM, kannst du sie vor der Reise einrichten und bist direkt nach der Ankunft in Peru online.

Häufige Fragen

Kann ich als Tourist mit Reisepass eine lokale SIM in Peru kaufen?

In der Praxis nein. Die von den Anbietern akzeptierten Dokumente sind für Ausländer mit Aufenthaltsstatus gedacht – ein normaler ausländischer Reisepass steht nicht auf der Liste.

Ist es sicher, eine SIM-Karte auf der Straße zu kaufen?

Nein. Straßenverkauf ist verboten, und solche SIM-Karten sind oft auf eine fremde Person registriert. Der Anschluss kann deshalb später deaktiviert werden.

Sind diese Regeln nur vorübergehend?

Nein. Es handelt sich um die derzeit geltenden, dauerhaften Regeln von OSIPTEL – Stand 22. Juli 2026 ist keine Lockerung angekündigt.

Braucht eine Travel-eSIM in Peru eine Registrierung oder einen Fingerabdruck?

Nein. Eine Travel-eSIM läuft über internationales Roaming, fällt daher nicht unter das Registrierungssystem der peruanischen Anbieter und erfordert keine zusätzliche Identifikation.

Funktioniert das Internet in Machu Picchu?

In der Zitadelle von Machu Picchu ist mobiles Internet sehr eingeschränkt, auf dem Camino Inca gibt es so gut wie keinen Empfang. In Cusco und Aguas Calientes funktionieren 4G und WLAN dagegen problemlos.